Schulkalender

April 2026
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Erdnüsse und andere Kleinigkeiten

Die Grundkurse Darstellendes Spiel der Qualifikationsphase 2 präsentieren am 21. April 2026 um 19.30 Uhr oder am 22. April 2026 um 18 Uhr oder um 20 Uhr ihre Jahresabschlussarbeit: Erdnüsse und andere Kleinigkeiten

„Erdnüsse und andere Kleinigkeiten“ – echt komisch?

44 Schülerinnen und Schüler entdecken seit August 2025 die Komik als Königsklasse des Theaters. Wir beginnen traditionell mit einem Workshop zur Commedia Dell ‘arte mit ihrem Meister Klaus Belz, der die jungen Spielerinnen und Spieler auf den schwarzen Tanzboden der theatralen Wirklichkeit zurückholte und mit komplizierten Rhythmusbändern und fast absurden Lassi (kein Milchgetränk, sondern ein knappe Spielvorlage mit komischer Pointe) mit vollem Körpereinsatz, Sprachwitz und den feinen Zwischentönen des Komischen eine alte Theatertradition lebendig werden lässt. Warum? Weil die Commedia Dell ‘arte im 16. Jahrhundert zu einer elementaren Grundlage aller Theater- und Kunstformen wird: Typen werden kreiert, der Zuschauer wird scheinbar unterhalten, zum Lachen gebracht und die eigentlich zensurbegrenzte Gesellschaftskritik wird aller Willkür zum Trotz unters Volk gebracht. Chapeau!

Der Zeichner Charles Schulz, der die Gesellschaft der Nachkriegszeit im boomenden Amerika mit seinen Comics (besser Comicstrips) fokussiert, spielt mit den Figurenmustern der traditionellen Commedia: er überträgt die Unbekümmertheit eines Arlecchino, der aber ständig Hunger hat, auf den entzückenden Beagle Snoopy, der seine Pfadfindergang von knallgelben Kanarienvögeln mit viel Musik, Lebenslust und Energie regiert. Oder konterkariert die große Schwester Lucy, die entsetzlich besserwisserisch, fast arrogant und herablassend ihre vermeintlichen Freunde quält, um selbst ihr Leben sicher zu gestalten. Natürlich denken wir sofort an den Vorzeige-Versager Charlie Brown, jung, leicht übergewichtig, klug und unsicher, aber in seine Peergroup integriert. Er ringt – manchmal verzweifelt - um seinen Platz in dieser Gesellschaft und den Sinn des Lebens. Selbstzweifel bestimmen seinen Weg ins Erwachsenwerden, aber in jedem Moment der Verzweiflung steht ihm ein Freund zur Seite.

Freunde, was sind das! Linus, der kleine Philosoph, der weise die Dimensionen des Lebens zu bestimmen wagt oder Schröder, der virtuos den richtigen Lebenston auf dem Klavier anschlägt, der die banale Wirklichkeit von Beziehung und Liebe virtuos zu überwinden versucht. Ach ja, da wäre noch die begabte Peppermint Patty, ein Ass des Baseballs, eine Niete in Mathematik, aber lebensfroh und lösungsbereit.

In unserer Inszenierungswerkstatt wagen sich die Schülerinnen und Schüler mit vielfältigen Kompetenzen und Begabungen (super Sportlerinnen und Sportler, Federn Bezwinger, Heißkleberakrobatinnen und -akrobaten, Hundehütten-Architekten, Bühnenbauerinnen und -bauern, Reinigungsfachkräften, Schneiderinnen, Dramaturginnen und Dramaturgen, Technikern und selbstverständlich engagierte Spielerinnen und Spielern) an die Inszenierung eines Comics als Theater-Comic. Chapeau!

Die Spieler*innen der Grundkurse Darstellendes Spiel der Qualifikationsphase Q2 erspielen in ihrer humorvollen und gesellschaftskritischen Theaterwerkstatt bewegte und bewegende Formen der Commedia Dell ‘arte mit naturalistischen (wie schauen Hunde herab? – nicht nur eine Yogapose!), postdramatischen Momenten (alle Vögel fliegen (hoch)). Die Technik der Commedia und die literarischen Vorlagen von Charles Schulz, der die Spielerinnen und Spieler als suchende, sehr intelligente, manchmal auch überhebliche Jugendliche einer nicht immer stabilen Gesellschaft 2026 auf die Bühne schickt, eröffnen ihnen eine humoreske Auseinandersetzung mit Wahrheitssuche und Zweifeln, Identitätsfindung und Gemeinschaft. Sie erkennen spielend „Wir gewinnen … vielleicht?!“, brechen mit Konventionen und bringen das Leben, die Schule und vor allem sich selbst in Bewegung, um gemeinsam am Gelingen von Wirklichkeit und Welt zu arbeiten. Mit „Erdnüsse und andere Kleinigkeiten“ wollen die Schülerinnen und Schüler Perspektiven öffnen und aktuellen Sichtweisen mit beispielsweisen videografischen Einblicken und einem prägnanten Spieltext ermöglichen.

Hüpfen Sie mit Woodstock - den gelben, energetischen Kanarienvögeln -, Snoopy und allen Peanuts-Figuren von Bild zu Bild und lassen Sie sich ein auf eine kostümverliebte Präsentation unseres Theater-Comics.

Kommen Sie, sehen Sie, staunen Sie!

Lassen auch Sie sich von uns bewegen – alles lenkt die Blicke vielleicht auch den Gaumen - auf … „Erdnüsse und andere Kleinigkeiten“ wie Leben, Schule, Theater und Kultur in Eschborn!

Wir spielen in unserem schuleigenen Kammerspiel im Kleinen Kleistforum mit maximal 100 Zuschauerplätzen. Der Kartenverkauf beginnt am Donnerstag, 16.04.2026. Karten erhalten Sie telefonisch unter 06196-9570-0 oder per Mail an kontakt@kleist-schule.de oder in den großen Pausen am kleinen Kleistforum.

(Ni, 14.04.2026)

„Power Up“: Ausstellung in der EXPERIMINTA eröffnet

Die Heinrich-von-Kleist-Schule Eschborn präsentiert ihre Ergebnisse aus dem MINT-Projekt „Power Up“ derzeit in der EXPERIMINTA in Frankfurt. Gemeinsam mit drei weiteren Schulen aus der Region sind die im Projekt entstandenen Modelle und Exponate nun für einen Monat öffentlich ausgestellt.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen anschauliche Modelle zu erneuerbaren Energien sowie ein gemeinsames Diorama einer nachhaltigen Stadt, das das Zusammenspiel verschiedener Energieformen zeigt. Auch die Beiträge unserer Schülerinnen und Schüler sind Teil dieser Präsentation.
Ein besonderes Highlight war die feierliche Eröffnung, bei der die beteiligten Schülerinnen und Schüler ihre Arbeiten vorstellen und mit Gästen aus Wissenschaft und Praxis ins Gespräch kommen konnten.
Wir freuen uns, dass die Ergebnisse unseres Projekts nun einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sind!

„Power Up“ am MINT-Zentrum Eschborn macht Jugendliche zu Windkraftexperten

Über Monate haben sie sich auf dieses Ereignis vorbereitet – jetzt konnten sie stolz ihre Projektergebnisse vorstellen: Die Schülerinnen und Schüler der am Nachhaltigkeits-Projekt „Power Up“ beteiligten vier Schulen trafen sich dafür bei einer Expertenkonferenz bei Provadis. „Power Up“ wurde von Provadis zusammen mit den MINT-Zentren an der der Heinrich-von-Kleist- Schule in Eschborn, der Josephine-Baker-Schule und der Leibnizschule in Frankfurt sowie der Bertha-von-Suttner-Schule in Nidderau konzipiert und mit verschiedenen Partnern im Schuljahr 2025/2026 durchgeführt. Das Projekt am MINT-Zentrum Nord zum Thema Solarenergie wurde durch den Koordinator Roman Gommerman sowie Provadis-Fachausbilder Matthias Preßler und Projektleiterin Teresa Grauer inhaltlich gestaltet. Die Idee stammt aus dem Berufsorientierungsprojekt „Girls4MINT“ und von dessen Projektmitarbeiter Martin Duyster. 

Um was ging es bei „Power Up“?

Im Zentrum stand das Thema Transformation und Energiewende sowie die Berufsfelder, die zur Umsetzung benötigt werden. Die beteiligten Jugendlichen setzten sich an ihrer jeweiligen Schule in Workshops von Provadis und Umweltlernen Frankfurt e.V. mit dem Thema Klimawandel und der Bedeutung der erneuerbaren Energien auseinander. Sie erhielten einen ersten theoretischen Einblick in verschiedene Methoden der Energieerzeugung und Möglichkeiten zur Speicherung, wie Windkraft, Solar, Wasserkraft und Wasserstoff und lernten technische Berufe kennen, die in diesen Feldern zu finden sind. Darauf aufbauend widmete sich jede Schule in individuellen Praxiseinheiten intensiv einer dieser Energieformen und baute, jeweils passend zur Energieform, ein kleines Exponat.

Im Fokus am MINT-Zentrum Eschborn: Wie Windkraft zur Energiewende beitragen kann

Ein Team von mehr als 12 Schülerinnen und Schüler der Heinrich-von-Kleist-Schule beschäftigte sich intensiv mit den Fragen rund um Windkraft als Energieträger. Die Jugendlichen stellten ihr neu erworbenes Wissen bei einer Expertenkonferenz bei Provadis den anderen Teams sowie Vertretern der Projektpartner und Förderer vor: Wie funktioniert eigentlich ein Windrad? Die Schülerinnen und Schüler nahmen das Publikum mit in das spannende Innere und stellten die verschiedenen Komponenten vor. Der Wind setzt die großen Rotorblätter in Bewegung. Die Bewegungsenergie des Windes wird in eine mechanische Drehbewegung umgewandelt. Dann leitet das Getriebe die mechanische Drehbewegung in das Innere weiter und der Generator produziert schwankenden Strom. Mithilfe eines Umrichters wird er zu Wechselstrom umgewandelt, den wir nutzen können. Je höher das Windrad ist, desto höher ist die Energiegewinnung. Außerdem unterscheiden sich die Windräder durch verschiedene Getriebe und die Anordnung und Anzahl der Rotorblätter. Offshore-Anlagen im Meer haben den Vorteil, dass sie größer und robuster sind, die spezielle Verankerung bringt allerdings Herausforderungen mit sich. Vor dem Bau einer Windkraftanlage müssen Messungen durchgeführt werden, ob der Standort für eine optimale Leistung geeignet ist. Je mehr Rotorblätter ein Windrad hat, umso effektiver arbeitet ist. Auch der Anstellwinkel hat einen Einfluss. Windkraftanlagen mit drei Flügeln funktionieren besonders gut, sind am sichersten und erreichen das beste Preis-Leistungsverhältnis. Eine Anlage versorgt jährlich bis zu 3000 Haushalte mit Strom. Da Wind nicht immer zur Verfügung steht, ist es wichtig, die erzeugte Energie zum Beispiel in Batterien zu speichern. Insgesamt ist die Energiegewinnung mit Windkraft sehr klimafreundlich. Die Windkraft ist die größte erneuerbare Energiequelle in Deutschland. Sie eröffnet neue Berufswege wie den Flächenaquisiteur für die Planung, Ingenieure für den Betrieb und Kletterer für den Rückbau. In ihrem Exponat haben die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen über die Erzeugung von Strom durch eine Windkraftanlage mithilfe eines Gebläses und Windrädern mit verschiedenen Anstellwinkeln und einem Spannungsmessgerät in die Praxis umgesetzt.

Weiterer fachlicher Input zur Energiewende

Welche aktuellen wissenschaftlichen Aspekte bei der Energiewende mit Wasserstoff eine Rolle spielen, erklärte anschließend Prof. Saskia Biehl vom Fraunhofer Institut LBF in Darmstadt. Sie freute sich darüber, dass ein großer Teil ihres Inputs über das Element Wasserstoff bereits in den Präsentationen der Schülerinnen und Schülern enthalten war. „Wasserstoff begegnet uns in unserem täglichen Leben überall. Er flexibilisiert die Energieversorgung und bietet große Chancen für zukünftige Arbeitsfelder“, betonte sie. „Besonders in Bereichen der Mobilität hält der klimafreundliche Energieträger Einzug. Die Herausforderung ist es, seine Einsatzmöglichkeiten nachhaltig, zuverlässig und sicher zu gestalten. Dadurch werden viele neue Berufsfelder entstehen, an die wir heute noch gar nicht denken. 

Das Projekt „Power Up“ hat den Teilnehmenden vermittelt, warum wir die verschiedenen erneuerbaren Energien für die Energiewende benötigen und ihnen neue Einblicke in die dazugehörigen Berufsfelder ermöglicht Exkursionen zu relevanten Einrichtungen der Unternehmenspartner – dem Windpark von ABO Energie, dem Rechenzentrum der Firma Equinix, dem Wasserkraftwerk der OVAG in Ortenberg und der Wasserstoffanlage im Industriepark Frankfurt-Höchst – verdeutlichten den Arbeitswelt- und Alltagsbezug und zeigten, wie das von den Jugendlichen entwickelte kleine Modell in der Realität arbeitet.

Diorama zeigt, wie die Energiewende gelingen kann

 „Das Projektformat von Power Up war auch für uns eine neue Erfahrung“, sagte Projektleiterin Teresa Grauer von den Bildungs- und Forschungsprojekten der Provadis. Viele verschiedene Akteure wurden zusammengebracht. Das praxisorientierte MINT-Projekt wurde als Partner im Projekt „Energiewende-Held:innen“ von der LEA LandesEnergieAgentur Hessen GmbH gefördert. Darüber hinaus unterstützte die Initiative „Stuart & Friends“ des in Deutschland lebenden US-Amerikaners Stuart Truppner das Projekt.

Mit ihren individuellen Beiträgen in den Teilprojekten haben die Teilnehmenden am Ende ein großes Ganzes geschaffen: Um zu zeigen, wie die Energiewende gelingen kann, werden die Exponate der verschiedenen Energieformen in einem Diorama zusammengefasst. Schülerinnen und Schüler der 3D-Druck AG der Leibnizschule haben dafür die Gebäudeteile ausgedruckt. Das Diorama, das ein Modell einer modernen Stadt zeigt, soll im Rahmen einer Ausstellung Ende März im MINT-Mitmachmuseum Experiminta in Frankfurt präsentiert und den Eltern vorgestellt werden.