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„Power Up“: Ausstellung in der EXPERIMINTA eröffnet

Die Heinrich-von-Kleist-Schule Eschborn präsentiert ihre Ergebnisse aus dem MINT-Projekt „Power Up“ derzeit in der EXPERIMINTA in Frankfurt. Gemeinsam mit drei weiteren Schulen aus der Region sind die im Projekt entstandenen Modelle und Exponate nun für einen Monat öffentlich ausgestellt.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen anschauliche Modelle zu erneuerbaren Energien sowie ein gemeinsames Diorama einer nachhaltigen Stadt, das das Zusammenspiel verschiedener Energieformen zeigt. Auch die Beiträge unserer Schülerinnen und Schüler sind Teil dieser Präsentation.
Ein besonderes Highlight war die feierliche Eröffnung, bei der die beteiligten Schülerinnen und Schüler ihre Arbeiten vorstellen und mit Gästen aus Wissenschaft und Praxis ins Gespräch kommen konnten.
Wir freuen uns, dass die Ergebnisse unseres Projekts nun einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sind!

„Power Up“ am MINT-Zentrum Eschborn macht Jugendliche zu Windkraftexperten

Über Monate haben sie sich auf dieses Ereignis vorbereitet – jetzt konnten sie stolz ihre Projektergebnisse vorstellen: Die Schülerinnen und Schüler der am Nachhaltigkeits-Projekt „Power Up“ beteiligten vier Schulen trafen sich dafür bei einer Expertenkonferenz bei Provadis. „Power Up“ wurde von Provadis zusammen mit den MINT-Zentren an der der Heinrich-von-Kleist- Schule in Eschborn, der Josephine-Baker-Schule und der Leibnizschule in Frankfurt sowie der Bertha-von-Suttner-Schule in Nidderau konzipiert und mit verschiedenen Partnern im Schuljahr 2025/2026 durchgeführt. Das Projekt am MINT-Zentrum Nord zum Thema Solarenergie wurde durch den Koordinator Roman Gommerman sowie Provadis-Fachausbilder Matthias Preßler und Projektleiterin Teresa Grauer inhaltlich gestaltet. Die Idee stammt aus dem Berufsorientierungsprojekt „Girls4MINT“ und von dessen Projektmitarbeiter Martin Duyster. 

Um was ging es bei „Power Up“?

Im Zentrum stand das Thema Transformation und Energiewende sowie die Berufsfelder, die zur Umsetzung benötigt werden. Die beteiligten Jugendlichen setzten sich an ihrer jeweiligen Schule in Workshops von Provadis und Umweltlernen Frankfurt e.V. mit dem Thema Klimawandel und der Bedeutung der erneuerbaren Energien auseinander. Sie erhielten einen ersten theoretischen Einblick in verschiedene Methoden der Energieerzeugung und Möglichkeiten zur Speicherung, wie Windkraft, Solar, Wasserkraft und Wasserstoff und lernten technische Berufe kennen, die in diesen Feldern zu finden sind. Darauf aufbauend widmete sich jede Schule in individuellen Praxiseinheiten intensiv einer dieser Energieformen und baute, jeweils passend zur Energieform, ein kleines Exponat.

Im Fokus am MINT-Zentrum Eschborn: Wie Windkraft zur Energiewende beitragen kann

Ein Team von mehr als 12 Schülerinnen und Schüler der Heinrich-von-Kleist-Schule beschäftigte sich intensiv mit den Fragen rund um Windkraft als Energieträger. Die Jugendlichen stellten ihr neu erworbenes Wissen bei einer Expertenkonferenz bei Provadis den anderen Teams sowie Vertretern der Projektpartner und Förderer vor: Wie funktioniert eigentlich ein Windrad? Die Schülerinnen und Schüler nahmen das Publikum mit in das spannende Innere und stellten die verschiedenen Komponenten vor. Der Wind setzt die großen Rotorblätter in Bewegung. Die Bewegungsenergie des Windes wird in eine mechanische Drehbewegung umgewandelt. Dann leitet das Getriebe die mechanische Drehbewegung in das Innere weiter und der Generator produziert schwankenden Strom. Mithilfe eines Umrichters wird er zu Wechselstrom umgewandelt, den wir nutzen können. Je höher das Windrad ist, desto höher ist die Energiegewinnung. Außerdem unterscheiden sich die Windräder durch verschiedene Getriebe und die Anordnung und Anzahl der Rotorblätter. Offshore-Anlagen im Meer haben den Vorteil, dass sie größer und robuster sind, die spezielle Verankerung bringt allerdings Herausforderungen mit sich. Vor dem Bau einer Windkraftanlage müssen Messungen durchgeführt werden, ob der Standort für eine optimale Leistung geeignet ist. Je mehr Rotorblätter ein Windrad hat, umso effektiver arbeitet ist. Auch der Anstellwinkel hat einen Einfluss. Windkraftanlagen mit drei Flügeln funktionieren besonders gut, sind am sichersten und erreichen das beste Preis-Leistungsverhältnis. Eine Anlage versorgt jährlich bis zu 3000 Haushalte mit Strom. Da Wind nicht immer zur Verfügung steht, ist es wichtig, die erzeugte Energie zum Beispiel in Batterien zu speichern. Insgesamt ist die Energiegewinnung mit Windkraft sehr klimafreundlich. Die Windkraft ist die größte erneuerbare Energiequelle in Deutschland. Sie eröffnet neue Berufswege wie den Flächenaquisiteur für die Planung, Ingenieure für den Betrieb und Kletterer für den Rückbau. In ihrem Exponat haben die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen über die Erzeugung von Strom durch eine Windkraftanlage mithilfe eines Gebläses und Windrädern mit verschiedenen Anstellwinkeln und einem Spannungsmessgerät in die Praxis umgesetzt.

Weiterer fachlicher Input zur Energiewende

Welche aktuellen wissenschaftlichen Aspekte bei der Energiewende mit Wasserstoff eine Rolle spielen, erklärte anschließend Prof. Saskia Biehl vom Fraunhofer Institut LBF in Darmstadt. Sie freute sich darüber, dass ein großer Teil ihres Inputs über das Element Wasserstoff bereits in den Präsentationen der Schülerinnen und Schülern enthalten war. „Wasserstoff begegnet uns in unserem täglichen Leben überall. Er flexibilisiert die Energieversorgung und bietet große Chancen für zukünftige Arbeitsfelder“, betonte sie. „Besonders in Bereichen der Mobilität hält der klimafreundliche Energieträger Einzug. Die Herausforderung ist es, seine Einsatzmöglichkeiten nachhaltig, zuverlässig und sicher zu gestalten. Dadurch werden viele neue Berufsfelder entstehen, an die wir heute noch gar nicht denken. 

Das Projekt „Power Up“ hat den Teilnehmenden vermittelt, warum wir die verschiedenen erneuerbaren Energien für die Energiewende benötigen und ihnen neue Einblicke in die dazugehörigen Berufsfelder ermöglicht Exkursionen zu relevanten Einrichtungen der Unternehmenspartner – dem Windpark von ABO Energie, dem Rechenzentrum der Firma Equinix, dem Wasserkraftwerk der OVAG in Ortenberg und der Wasserstoffanlage im Industriepark Frankfurt-Höchst – verdeutlichten den Arbeitswelt- und Alltagsbezug und zeigten, wie das von den Jugendlichen entwickelte kleine Modell in der Realität arbeitet.

Diorama zeigt, wie die Energiewende gelingen kann

 „Das Projektformat von Power Up war auch für uns eine neue Erfahrung“, sagte Projektleiterin Teresa Grauer von den Bildungs- und Forschungsprojekten der Provadis. Viele verschiedene Akteure wurden zusammengebracht. Das praxisorientierte MINT-Projekt wurde als Partner im Projekt „Energiewende-Held:innen“ von der LEA LandesEnergieAgentur Hessen GmbH gefördert. Darüber hinaus unterstützte die Initiative „Stuart & Friends“ des in Deutschland lebenden US-Amerikaners Stuart Truppner das Projekt.

Mit ihren individuellen Beiträgen in den Teilprojekten haben die Teilnehmenden am Ende ein großes Ganzes geschaffen: Um zu zeigen, wie die Energiewende gelingen kann, werden die Exponate der verschiedenen Energieformen in einem Diorama zusammengefasst. Schülerinnen und Schüler der 3D-Druck AG der Leibnizschule haben dafür die Gebäudeteile ausgedruckt. Das Diorama, das ein Modell einer modernen Stadt zeigt, soll im Rahmen einer Ausstellung Ende März im MINT-Mitmachmuseum Experiminta in Frankfurt präsentiert und den Eltern vorgestellt werden.

Ein Tag zur Berufsorientierung

Welche beruflichen Perspektiven stehen mir nach der Schule offen? Mit dieser Frage setzten sich die Schülerinnen und Schüler der E2 und Q2 beim Berufsorientierungstag an der Heinrich-von-Kleist-Schule auseinander. Die Veranstaltung, die bereits zum dritten Mal stattfand, zeichnet sich nicht nur durch die Bereitstellung fundierter Informationen rund um Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten aus, sondern inspiriert die Jugendlichen durch direkte Begegnungen mit Fachleuten aus der Praxis.

Vormittags konnten die Schülerinnen und Schüler aus 14 Bereichen - darunter Naturwissenschaften, Ingenieurswesen, Jura, Psychologie, Medizin, Wirtschaftswissenschaften und sogar Game Design - zwei Module wählen und sich in Fachvorträgen informieren. Dieser Part wurde von Expertinnen und Experten der Bundesagentur für Arbeit sowie von Lehrkräften der Schule gestaltet. Für die restlichen Berufsfelder konnte die Schule zwei Ingenieure, eine Psychologin und einen Studenten der Frankfurt School of Finance and Management gewinnen, der ebenso wie einer der Ingenieure ein ehemaliger Schüler der HvK war. 

Am Nachmittag bot sich für die Schülerinnen und Schüler der Q2 eine weitere Gelegenheit, in die Berufswelt einzutauchen. In fünf Gesprächsrunden à 20 Minuten konnten sie sich mit Experten und Expertinnen austauschen, ihre Fragen stellen und wertvolle Kontakte knüpfen. Vertreten waren renommierte Unternehmen und Institutionen wie die Allianz, das BaFa, die Commerzbank, Daimler Truck, die Deutsche Bahn, Forté, das Finanzamt Hofheim, die GIZ, Rothenberger Werkzeuge, die Süwag, die VGF, Unielektro und Provadis sowie das Polizeipräsidium Westhessen. Darüber hinaus standen auch Juristen, Designer - darunter Vertreter von Procter & Gamble und des German Design Council - zwei Ärztinnen, eine Psychologin, eine Ingenieurin sowie eine Wissenschaftlerin von Merck für persönliche Gespräche zur Verfügung. Ergänzt wurde das Angebot durch die Stadt Eschborn und das SAE Institute, einem großen Anbieter für Aus- und Weiterbildung im Medienbereich. Schließlich konnten sich interessierte Jugendliche noch bei Volunta, einem Träger für Freiwilligendienste des Deutschen Roten Kreuzes, informieren.

Die Heinrich-von-Kleist-Schule bedankt sich herzlich bei allen Mitwirkenden, die ihre Zeit und ihr Wissen geteilt und dadurch den Jugendlichen einen Tag voll intensiver Erfahrung beschert haben. Ebenfalls dankt sie dem engagierten Team der Berufsorientierung für die professionelle Organisation. Stellvertretend für viele, die bereits mehrfach am Berufsorientierungstag teilgenommen hatten, äußerte sich Ines Herks, Sachbearbeiterin im Sachgebiet Ausbildung beim BaFa: „Wir finden die Veranstaltung jedes Jahr so gut organisiert und konnten wieder ganz tolle Gespräche mit interessierten Schülerinnen und Schülern führen, so dass wir im nächsten Jahr gern wieder mit dabei sind.“

(Heidi Kling und Elisabeth Kallenberger für das BO-Team, 24.02.2026)